Trinkwasseranlage für Berufsschule in Haiti

Trinkwasseranlage für Berufsschule in Haiti

Zwei Jungs an der Wasseranlage

Gute Laune dank frischem Trinkwasser – zwei Jungs aus der Berufsschule freuen sich über die neue Anlage.

Auf der Insel Haiti sind über 680.000 Menschen an Cholera erkrankt. Nachdem die Stiftung schon 2012 mit nph deutschland erfolgreich gemeinsam ein Trinkwasserprojekt durchgeführt hat, beschlossen wir dieses Mal in der von nph eröffneten Berufschule „St. Francois d‘Assise“ zu helfen. Im Dezember 2013 installierte Water is Right in der Schule in Port-au-Prince ein Wasserfiltersystem.

In der Schule bietet nph jungen Erwachsenen die Möglichkeit an, in den Bereichen Telekommunikation, Krankenpflege, Wasserinstallation und Elektrotechnik eine Ausbildung zu machen. Das Konzept der Schule sieht theoretischen Unterricht und praktisches Training vor. Außerdem werden Kontakte zu Firmen aufgebaut, in denen die Schüler Praktika absolvieren können.

Wasserfilter-System liefert 2.200 Liter pro Stunde

Unser Head of Operation Karun Körnig reiste Anfang Dezember nach Haiti um gemeinsam mit Lehrern und Schülern des Ausbildungsbereichs die Installation, die stündlich 2.200 Liter Trinkwasser liefert, fertigzustellen. Dieses installierte UV-Filtersystem erreicht eine maximale Leistung von bis zu 2.200 Litern pro Stunde. Es erkennt selbsttätig Qualitätsabweichungen und zeigt fälligen Wartungsbedarf an.

Die wichtigsten Merkmalen des UV-Systems:

  • Eine Vorrichtung, die das Eindringen kontaminierten Wassers in die Leitungen während Stromausfällen oder Spannungsabfällen verhindert
  • Ein System, das die Durchflussmenge der maximalen Desinfektionskapazität anpasst
  • Automatische Abstreifer, die die Anhäufung organischer und anorganischer Substanzen im UV-System verhindern. Damit wird der Gefahr vorgebeugt, dass das UV-Licht pathogene Keime nicht zerstört.
  • Ein Aufbau, der den Austausch der Lampen erlaubt, ohne dass dafür das System entleert werden muss. Dadurch wird das Risiko einer unbeabsichtigten Zerstörung der empfindlichen inneren Quartzglasröhren vermieden.
  • Die Messung der Lampenintensität und automatische Abschaltung im Falle einer nicht mehr genügenden Desinfektionsleistung
  • Die Messung der UV-Durchlässigkeit des zu reinigenden Wassers und automatische Abschaltung, falls eine zu starke Trübung die Desinfektion zu beeinträchtigen droht
  • Fehlermeldungen werden in Volltext (in diesem Fall in französischer Sprache) angezeigt, nicht in abstrakten Symbolen/Codes
  • doppelte Kontrolle durch zwei sich gegenseitig überprüfende Sensoren. Diese befinden sich in Luft statt im Wasser und sind damit nicht einer erhöhten Verrottungsgefahr ausgesetzt
  • Durch ein doppeltes und damit stärkeres UV-Lampensystem kann auch stark kalkhaltiges („hartes“) Wasser, getrübtes Wasser mit nur 50-prozentiger UV-Durchlässigkeit oder stark Eisen- und Manganhaltiges Wasser desinfiziert werden.

Nicht nur die Schüler/-innen und das Personal der Schule haben jetzt einen Zugang zu sicherem und sauberen Wasser. Auch für deren Familien besteht die Möglichkeit, an der Schule Wasser abzufüllen.

Junge in Wassersilo

Selbst die Installation hat Spaß gemacht.